Meinem Ansatz zugrunde liegende Prinzipien

Unser menschliches System kann nur ein bestimmtes Maß an Gefühlen verarbeiten. Was beispielsweise in einer Extremsituation wie einem traumatischen Ereignis darüber hinaus geht, wird abgespalten und „sicher eingelagert“. Ohne weiteres Zutun bleiben diese Gefühle dort ewig erhalten. Sie können ein ganzes Leben lang liegen bleiben, über Generationen von Eltern an Kinder weitergegeben oder von einer Inkarnation in die nächste mitgenommen werden. Wir können diese abgespaltenen Gefühle nicht direkt wahrnehmen, weil sie beim Einlagern gut "verpackt" wurden. 

Unser Inneres kreiert Ereignisse im Äußeren

Diese alten Gefühle kreieren allerdings Situationen in unserem Leben, die – wenn wir sie erkennen wollen und können – uns auf ihre Existenz und Art hinweisen. Wie ein unsichtbarer Magnet ziehen sie Ereignisse in unserem Leben an, die eine Verwandtschaft zu ihnen haben. Und wir wundern uns, warum uns ein bestimmtes Thema oder Ereignis immer wieder begegnet. Oder warum wir in einer aus der Sicht von Anderen harmlosen Situation völlig überreagieren.

Lernen oder ablehnen

Diese Ereignisse empfinden wir in der Regel als negativ oder von außen gegen uns gerichtet. Wir können sie ablehnen, als „Problem“ bewerten und damit verurteilen. Wir können viel Kraft darauf verwenden, sie „loszuwerden“. Oder wir können sie als das annehmen, was sie sind: Signale eines Teils von uns, den wir nicht direkt wahrnehmen können, der eine Botschaft für uns hat oder der unsere Hilfe braucht, um sich wieder mit uns zu verbinden oder sich aufzulösen.

Mut gefragt

Aufgrund ihres Charakters sind unsere abgespaltenen Emotionen meist in sehr unangenehmen, traumatischen oder lähmenden Situationen entstanden. In dem Moment, wo wir uns einer solchen Emotion nähern, kommen wir auch mit den ursprünglichen Gefühlen in Berührung und nicht selten spüren wir Angst, wieder überwältigt zu werden. Auf dem Weg der Selbstentwicklung ist daher immer wieder Mut gefragt, uns unseren eigenen Ängsten zu stellen. 

Unterstützung durch menschliche Helfer

Hilfreich ist auf diesem Weg beispielsweise das Familienstellen, wo auch wir selbst über weite Teile der Aufstellung durch einen Stellvertreter vertreten werden. Dieser durchlebt die für uns schwierigen Situationen und wir "stehen" erste im Verlauf des Lösungsprozesses "für uns ein". Bei karmischen Themen bevorzugt unterstützend sind Rückführungen (transpersonale Regressionstherapie), wo der Regressionstherapeut an unserer Seite uns durch die Ursprungssituationen im heutigen oder in vergangenen Leben begleitet. In beiden Fällen wird das auslösende Ereignis noch einmal durchlebt. Eine erste Katharsis entsteht durch das Verständnis; die abgespaltenen und konservierten Emotionen werden durch Annahme und Vergebung bei allen Beteiligten erlöst.

Unterstützung durch geistige Helfer

In einer spirituellen Heilsitzung bittet der Heiler höhere Wesen – beispielsweise Engel, Erzengel, den Schöpfer – um ihre Hilfe bei dem Heilungsvorgang. In der Regel bleibt auf diesem Weg das nochmalige Durchleben des Ursprungsereignisses in Gänze erspart. Aber auch hier kann es zu spontanen Bildern oder Gefühlserlebnissen der ursächlichen Situation kommen.

Selbstheilung ist die Grundlage

Allen heilenden Methoden ist gemein, dass der Heilungsvorgang im Heilungssuchenden selbst geschieht. Es ist der göttliche Funke in jedem Menschen, der die Heilung ermöglicht. Jeder Mensch kann daher auch alleine Wege gehen, sich selbst von alten, überkommenen Verwundungen zu reinigen. Die moderne Variante des traditionellen hawaiianischen Vergebungsrituals Ho’oponopono ist eine solche Methode, um Probleme (also Hinweise von meinen abgespaltenen Anteilen, karmischen Bindungen oder familiären Verstrickungen) auch für mich selbst zu lösen. Oder die Radikale Vergebung, die in jeder Situation die Chance sieht, mich auf eine Lernmöglichkeit hinzuweisen.

Göttliche Wurzeln

Was allen genannten Methoden zugrunde liegt, sind die Annahme der Verantwortung für das, was ich erlebe; die Reue für das, was ich zu Unrecht mir, einem anderen oder dem göttlichen Schöpfer getan habe; die Vergebung mir, anderen und dem göttlichen Schöpfer gegenüber; die Liebe zu mir selbst, zu anderen und zum göttlichen Schöpfer; die Dankbarkeit mir selbst, anderen und dem göttlichen Schöpfer gegenüber.

Durch Selbstentwicklung die Welt heilen

Indem wir Verantwortung für uns übernehmen, eigenes und fremdes vergangenes Verhalten vergeben und in Liebe und Dankbarkeit uns selbst und anderen zuwenden, kann Heilung geschehen. Ist die alte emotionale Ladung bei mir und bei den daran Beteiligten aufgelöst, verschwinden unsere damit verbundenen aktuellen Probleme, weil es keinen energetischen Grund mehr dafür gibt. Indem wir uns selbst heilen, heilen wir schrittweise auch die Welt.